Zeigen, was ÖI bedeutet!

Eine funktionsfähige ökologische Infrastruktur aufbauen – diese Generationenaufgabe wird in der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten eine Vielzahl von Anspruchsgruppen beschäftigen – nicht nur bei Planung, Finanzierung, Koordination oder Umsetzung, sondern auch in der Kommunikation. Mission B will hier einen Beitrag leisten und setzt sich darum für mehr Erfahrungsaustausch und Information ein.

Wir bauen diese Website fortlaufend aus und wollen u.a. Projekte im Bereich der Ökologischen Infrastruktur erfassen, begleiten und dokumentieren.

Akteure sind eingeladen, ihre Initiativen und Vorhaben bei uns zu melden, am besten via E-Mail auf netzwerk@missionb.ch.

Vielen Dank dafür!

 

 

Die Ökologische Infrastruktur.
Einfach erklärt (BAFU-Video)

OEIPic

 

 

OeInfra


www.oekologische-infrastruktur.ch


 

BAFu

Dossier «Ökologische Infrastruktur»

 

 

KtBE

Ökologische Infrastruktur im Überblick

 

 

Birdlife

BirdLife-Kampagne Ökologische Infrastruktur

 

Ökologische Infrastruktur

Die Schweiz braucht eine Ökologische Infrastruktur (ÖI). Genauso wie die Menschen Wohnraum und Verkehrs- oder Energieinfrastruktur brauchen, müssen auch natürliche Lebensräume vernetzt werden. Denn Pflanzen und Tiere brauchen Strukturen mit vernetzten, naturnahen Gebieten und Arealen, in welchen sie wandern, sich austauschen und sich ausbreiten können.

Als Ökologische Infrastruktur (ÖI) nennen wir Netzwerke natürlicher und naturnaher, für den Erhalt der Schweizer Biodiversität wichtige Lebensräume. Um die Biodiversität langfristig zu erhalten, soll bis 2040, so fordert auch der Bundesrat in seiner Strategie Biodiversität Schweiz, eine ökologische Infrastruktur von Schutzgebieten und Vernetzungsgebieten aufgebaut werden – sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum, im Mittelland, im Jura und in den Alpen.

Die Ökologische Infrastruktur soll auf nationaler, kantonaler und lokaler Ebene geplant und umgesetzt werden und nach einheitlichen Kriterien ausgewiesene, ökologisch und räumlich repräsentative Kern- und Vernetzungsgebiete umfassen.

Kerngebiete sollen dereinst mindestens 17 Prozent, die Kerngebiete und Vernetzungsgebiete zusammen rund einen Drittel der Landesfläche umfassen. Im Aktionsplan Strategie Biodiversität Schweiz werden entsprechende Massnahmen beschrieben und etappiert. Einerseits sind spezifische Ergänzungen und Aufwertungen des Schweizer Schutzgebietssystems nötig, anderseits die Ergänzung und Sicherung eines Systems von Vernetzungsgebieten in der gesamten Landschaft generell.

Die Ökologische Infrastruktur ist eine Generationenaufgabe und ein zentrales Element der Umweltpolitik. Sie ist vollumfänglich und verbindlich in die raumplanerischen Instrumente integriert und wird umgehend und sektorübergreifend umgesetzt. So kann die ÖI massgeblich zur Sicherung wichtiger Leistungen der Ökosysteme für Gesellschaft und Wirtschaft und zur Förderung der Landschaftsqualität beitragen.

Zum Erhalt der Biodiversität in der Schweiz kommt Schutzgebieten eine besondere Bedeutung zu. Sie sorgen nicht nur dafür, dass Arten in ihren angestammten Lebensräumen verbleiben, sich Bestände bedrängter Arten erholen oder Ökosysteme ihre Funktionen erfüllen können. Schutzgebiete tragen auch dazu bei, dass das vielfältige Landschaftsbild der Schweiz erhalten bleibt. Als Ergänzung zu den schon bestehenden Schutzgebieten, die schon jetzt das Grundgerüst der ökologischen Infrastruktur bilden, müssen aber dringend zusätzliche Schutzgebiete errichtet werden.

Isolierte Schutzgebiete reichen nicht aus, um die Biodiversität und damit die Ökosystemleistungen langfristig zu erhalten. Für das Überleben wie auch für die Wieder- und Neubesiedlung von Lebensräumen müssen sich Organismen in der Landschaft ausbreiten können. Schutzgebiete müssen also durch zusätzliche Lebensräume, sogenannte Vernetzungsgebiete miteinander verbunden werden.